"Ich geh mit meiner Laterne…“,

schallt es wieder am 11. November in unseren Straßen.

Die triste Jahreszeit wird durch bunte Laternen und fröhlichen Gesang erhellt.

Aber warum laufen unsere Kinder einem Mann in einem roten Mantel, auf einem Pferd, hinterher?

Wer ist eigentlich dieser St. Martin?.

Der Legende nach war Sankt Martin ein römischer Soldat, der 300 Jahre nach Christus Geburt gelebt hat.

An einem sehr kalten Wintertag kam er auf seinem Ross an einer in Lumpen gehüllten, frierenden und hungernden Gestalt vorbei. „Helft mir!“, bat der zitternde Bettler seine Mitmenschen. Doch keiner reagierte. Martin konnte den armen Mann nicht leiden sehen und teilte seinen Mantel mit seinem Schwert in zwei Teile und gab die eine Hälfte dem Obdachlosen.

Der Bettler war froh und wollte Martin danken, doch dieser war schon längst davongeritten.

Mit freundlicher Genehmigung von: Das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger’ e.V.
http://www.sternsinger.de

Martin beschloss kein Soldat mehr zu sein. Er legte sein Schwert und seine Rüstung ab. Fortan wollte er nur noch Gutes zu tun und wurde Bischof. Doch dies ist eine andere Geschichte.

Die Legende von Sankt Martin soll zeigen, wie wir Christen Nächstenliebe leben sollten.

Doch warum begleiten unsere Kinder Sankt Martin mit ihren schönen Laternen?

Schon früher kannten Christen Lichterprozessionen. Mit diesen ehrten sie die Heiligen an Ihren Gedenktag. Vielerorts wurden im November auf den abgeernteten Feldern große Feuer entzündet - zum Dank für die Ernte und als symbolischer Abschied vom Erntejahr. Die Kinder bastelten sich Fackeln aus Stroh und Laternen aus ausgehöhlten Rüben und anderen Materialien, mit denen sie dann durch die Straßen zogen.